Sprinkler

Sprinkleranlagen gehören auch in Deutschland mittlerweile in vielen öffentlichen Gebäuden zum Standard. Immer mehr Industrie- und Lagerhallen, Hotels oder Behörden setzen auf den Einbau von Sprinkleranlagen, um die entsprechenden Brandschutzanforderungen zu erfüllen und dabei ein optimales Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Anders als in den USA und einigen europäischen Staaten werden Sprinkleranlagen in Deutschland jedoch selten in privaten Haushalten oder auch Alten- und Pflegeeinrichtungen eingesetzt. Dabei ist im Brandfall die Vermeidung von menschlichen Opfern und hohen Sachschäden nur mit Sprinkleranlagen zu erreichen. Erfahrungen haben gezeigt, dass Sprinkleranlagen in Verbindung mit einem Rauchmelder in 98 Prozent aller Brände das Leben der Bewohner  retten.Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, dass derartige Systeme von professioneller Hand geplant, eingebaut und in Betrieb gesetzt werden.

Es ist vielfach unbekannt, dass sich Sprinkleranlagen bei richtiger Vorplanung auch in Privathaushalten relativ einfach einbauen lassen. Es müssen lediglich bestimmte bauliche Voraussetzungen (in Abhängigkeit vom gewählten Sprinklersystem z. B. hinsichtlich der Deckenhöhe) gegeben sein, um Sprinkler in Wohnbereichen auch ohne unverhältnismäßig hohen Aufwand realisieren zu können. Praxisbeispiele aus Großbritannien,wo zunehmend auch in Privathaushalten Sprinkleranlagen eingebaut werden, belegen diesen Umstand.

Grundsätzlich werden Sprinkleranlagen sowohl zum Schutz von Leben und Gesundheit, als auch zum Schutz von Sachgütern eingesetzt. Seit mehr als 100 Jahren hat sich die Sprinklertechnik bewährt, um Brandopfer und Sachschäden zu vermeiden. Im Laufe der Zeit wurden spezielle Sprinkler für unterschiedliche Anwendungsfelder entwickelt, wie z. B. für Lager- und Produktionsstätten oder eben für den Wohnbereich. Sprinkleranlagen stehen häufig über eine lange Zeit „nur“ im Bereitschaftszustand, jedoch muss ihre einwandfreie Funktion im Ernstfall (Brandfall) absolut sichergestellt sein. Aus diesem Grund sind an die verwendeten Komponenten und die Qualität der Installation sowie an die Inspektion und Wartung dieser Anlagen hohe Anforderungen zu stellen. Um den Qualitätsanforderungen zu genügen, ist es erforderlich, nur entsprechend für den Verwendungszweck zertifizierte und zugelassene Bauteile zu verwenden.

Die Sprinkleranlage selbst muss ebenfalls durch eine entsprechend zertifizierte Firma mit für diese Tätigkeit qualifiziertem Personal konzipiert, geplant, installiert und gewartet werden. Solche Qualitätssicherungssysteme sind für Sprinkleranlagen in industriell oder kommerziell genutzten Gebäuden schon seit langer Zeit obligatorisch und etabliert.

Aufbau und Funktion eines Sprinklers

Eine Sprinkleranlage ist eine flächenwirksame Löschanlage. Sie wird durch die nach oben strömenden heißen Brandgase ausgelöst. Sprinkler bestehen aus einem Sprinklerkörper und einem temperaturempfindlichen Auslöseelement, entweder ein Glasfass oder ein Schmelzlot.

Die Auslösung und Löschung erfolgt selektiv, d. h., dass nur an den Orten, an denen die Sprinkler mit den strömenden heißen Brandgasen in Berührung kommen, auch Löschwasser austritt. Das von der Löschanlage freigesetzte Wasser wird durch den Brand erwärmt und verdampft, wodurch dem Brand Energie entzogen wird. Voraussetzung ist, dass das Löschwasser die Brandstelle erreicht. Durch die Vorbenetzung von Bereichen in der Nähe des Brandes wird die Brandausbreitung vermindert, da auch hier zur Verdampfung des Wassers Brandenergie aufgewendet werden muss. Das führt zu einem deutlich geringeren Wassereinsatz, als wenn die Feuerwehr zum Einsatz kommen muss. Dadurch entsteht in den betroffenen Räumen kein übermäßig großer Löschwasserschaden.

Weitere technische Informationen zu dem Thema finden Sie in unseren Broschüren.

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