Brandschutz

Das Brandverhalten von Installationsbauteilen wird in DIN 4102 (Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen) klassifiziert:

Klasse A: Nicht brennbare Baustoffe

A1: nicht brennbar und ohne brennbare Bestandteile

A2: nicht brennbar mit geringfügigen brennbaren Bestandteilen

 

Klasse B: Brennbare Baustoffe

B1: schwerentflammbar

B2: normalentflammbar

B3: leichtentflammbar

Die Brandschutzvorschriften werden in den einzelnen Landesbauordnungen festgelegt. Im Hochbau müssen alle brennbaren Baustoffe mindestens der Brandklasse B2 entsprechen und mit ihrer Brandklasse nach DIN 4102-11 gekennzeichnet sein.

Rohrleitungen sind im Sinne dieser Verordnungen Baustoffe. Kunststoffmäntel und Wärmedämmungen der Rohre müssen somit mindestens der Brandklasse B2 entsprechen und gekennzeichnet sein (Aufdruck: DIN 4102-B2). Metalle, also auch Kupfer, entsprechen der Klasse A1 und sind nicht brennbar (s. a. DIN EN 1057). Werden Brandabschnitte von Leitungen überbrückt, so sind die diesbezüglichen Bestimmungen der jeweiligen Bauordnungen der Länder zu beachten.

Für Leitungen, die brennbare Medien führen, sind besondere bautechnische Maßnahmen zu berücksichtigen.
Nach TRGI wird bei Leitungen, die in Installationsschächten angeordnet werden, bei der Durchführung durch feuerbeständige Decken und Wände auf die bauaufsichtlichen Brandschutzbestimmungen verwiesen. In Treppenräumen "notwendiger Treppen“ dürfen nach TRGI Gasleitungen nur angeordnet werden, wenn sie unter Putz ohne Hohlraum oder in einem längsgelüfteten Schacht, der keinen Luftaustausch mit dem Treppenraum hat und aus nichtbrennbaren Baustoffen besteht, verlegt werden. Von dieser Bestimmung ausgenommen sind Wohngebäude mit geringen Höhen und maximal zwei Wohnungen.

Werden Gasleitungen auf Putz verlegt, müssen die Rohrbefestigungen (einschließlich der Dübel) aus nicht brennbaren Stoffen bestehen. Die Anordnung der Befestigungselemente ist so zu wählen, dass die Befestigung der Rohrleitung auch dann noch gewährleistet ist, wenn im Brandfall die Festigkeit der Lötverbindungen nicht mehr in vollem Umfang gegeben ist.

Bei allen Montagearbeiten - insbesondere bei Arbeiten in bewohnten Gebäuden - sind die Belange des Brandschutzes zu berücksichtigen. Ebenso sind die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.

Im Hinblick auf die Brandverhütung ist in bewohnten Räumen den kalten Verbindungstechniken (Pressen, Klemmen, usw.) der Vorzug zu geben bzw. bei Lötverbindungen ist die Verwendung elektrischer Widerstandslötgeräte für das Weichlöten besonders zweckmäßig.

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