Thermisch bedingte Längenänderungen

Ein Meter Kupferrohr dehnt sich - unabhängig vom Rohrdurchmesser - bei einer Temperaturerhöhung von 100 K um ca. 1,7 mm aus. Wird diese Tatsache bei der Rohrinstallation von warmwasser- oder heizwasserführenden Leitungen nicht beachtet und den Rohren keine Dehnungsmöglichkeit gegeben, so kann es durch die auftretenden Spannungen zu Rissbildungen im Rohr, im Fitting oder in der Verbindungsstelle und damit zur Undichtigkeit kommen. Auch Schädigungen der Bausubstanz können nicht ausgeschlossen werden.

Als Grundregel für die Beachtung der Wärmedehnung gilt: Zwischen zwei Festpunkten muss dem Rohr eine Dehnungsmöglichkeit gegeben werden. Bei kürzeren Leitungsabschnitten kann die erforderliche Dehnungsmöglichkeit meist durch eine sinnvolle Rohrführung und richtige Anordnung der Rohrschellen geschaffen werden. In den Rohrschellen und in Wand- oder Deckendurchführungen muss sich das Rohr ebenfalls gleitend bewegen können. Der Anordnung der Festpunkte kommt hierbei besondere Bedeutung zu. Reichen bei geraden Rohrstrecken zwischen zwei Festpunkten die Bewegungsmöglichkeiten aufgrund der Rohrführung nicht aus, so sind zusätzliche Dehnungselemente in Form von Ausdehnungsbogen oder Kompensatoren einzubauen.
Weitere Details zu diesem Thema können dem Informationsdruck "i.158 - Die fachgerechte Kupferrohr-Installation" entnommen werden (kostenloser Download unter der Rubrik Verlag/Rohrinstallation) 

Share >