Verarbeitung

Nachstehend werden die jeweiligen Verarbeitungstechniken in Kurzform beschrieben und erläutert.

Für das Verbinden von Kupferrohren in der Gas- und Flüssiggasinstallation nach TRGI bzw. TRF sowie in Trinkwasser-Installationen nach DIN 1988 gelten die im DVGW-Arbeitsblatt GW 2 "Verbinden von Kupferrohren für Gas- und Trinkwasser-Installationen innerhalb von Grundstücken und Gebäuden" festgeschriebenen Bestimmungen.

Für alle anderen Anlagen wie Heizungsanlagen, Ölleitungen, Druckluftanlagen usw. ist die Anwendung des GW 2 nicht vorgeschrieben. Die Festlegungen dieses Arbeitsblattes - insbesondere was das Vorbereiten der Rohre (Ablängen, Entgraten usw.) betrifft - sind jedoch als anerkannte Regel der Technik für das Verbinden von Kupferrohren anzusehen und damit auch für diese Einsatzgebiete teilweise anwendbar.
Zusätzlich sind im DKI-Video "Verbinden von Kupferrohren" ausgewählte Techniken im Bild wiedergegeben.

 

Vorbereiten der Kupferrohre für alle Verbindungstechniken

Unabhängig von der im Einzelnen angewendeten Verbindungstechnik sind übereinstimmende Vorbereitungen der Kupferrohre notwendig.

Die Vorbereitung beginnt mit dem Ablängen der Rohre. Die Rohre müssen rechtwinklig zur Rohrachse getrennt werden.

Bei Verwendung eines Rohrabschneiders muss darauf geachtet werden, dass die Schneidräder scharf sind und dass nur mit geringem Vorschub gearbeitet wird. Nur so sind insbesondere bei weichen Rohren Verformungen der Rohrenden weitgehend zu vermeiden. Ringrohre sollten daher möglichst mit einer feinzahnigen Metallsäge getrennt werden.

Nach dem Trennen sind die Rohrenden innen und außen zu entgraten. Stehen gelassene Innengrate bewirken Druckverluste durch Querschnittsverengung. Außengrate können bei Press- und Steckfittings das Dichtelement beschädigen. Weiterhin können Innengrate zu starken Verwirbelungen in Warmwasser-Zirkulationssystemen und nachfolgend u. U. zu Schäden durch Erosion führen.

Die Rohrenden weicher Ringrohre müssen kalibriert werden, um die für alle Verbindungstechniken erforderlichen Außenabmessungen zu erhalten. Dazu müssen Kalibrierdorn und Kalibrierring nacheinander und nicht gleichzeitig in bzw. auf das Rohrende getrieben werden.

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