Aushalsen/Aufmuffen

Die möglichen Einsatzbereiche handwerklich gefertigter Abzweige und Muffen sind unter "Einsatzbereiche" wiedergegeben und unbedingt zu beachten. Des weiteren ist bei Trinkwasser- Installationen das Verbot des Ausglühens zum Aufmuffen und Aushalsen im Abmessungsbereich bis einschließlich 28 mm zu beachten.
Das handwerkliche Herstellen von T- und Schrägabgängen beginnt mit dem Bohren eines Loches in die Wand des durchgehenden Rohres. Dann wird im Bereich des Lochrandes das Material weichgeglüht und anschließend manuell mit einem Aushalshaken und mit Spezialwerkzeugen in einem oder zwei Arbeitsgängen ausgehalst, dass die überlappungsgänge das Dreifache der Wanddicke des abzweigenden Rohres beträgt, mindestens aber 5 mm. Das Abgangsrohr muss mindestens eine Nennweite kleiner als das Hauptrohr sein.

Bei der Herstellung von Lötmuffen und Aushalsungen mittels Spezialwerkzeugen für Trinkwasserleitungen ist auf ein Gleitmittel zwischen Werkzeug und Rohrmaterial in jedem Falle zu verzichten. Beim Anpassen des Abgangrohres ist darauf zu achten, dass der Querschnitt des Hauptrohres nicht durch Unrundheit oder zu weites Einführen des Abgangrohres verengt wird. Vor dem Löten muss die Aushalsung kalibriert und die Verbindungsstelle ausgerichtet werden

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