Lötverbindungen bei handwerklich gefertigten Abzweigen und Muffen

Der Stumpfstoß der Fügeteile ist bei Lötverbindungen generell unzulässig.
Bei handwerklich gefertigten Abzweigen darf nicht weichgelötet werden, sie müssen hartgelötet werden. In Trinkwasser-Installationen ist das Hartlötverbot bis einschließlich 28 mm zu beachten! Heizungsinstallationen dürfen in allen Abmessungen ohne Kapillarlötfittings hartgelötet werden. 
In Trinkwasser- und Heizungsleitungen können Muffenverbindungen gleichen Durchmessers und einstufige Reduzierungen ohne Verwendung von Kapillarlötfittings auch weich gelötet werden.

 Wichtige Hinweise hierzu:

Die handwerkliche Herstellung der Innenlötenden (Aufmuffung) muss mit geeigneten Werkzeugen erfolgen;
Auf Gleitmittel zwischen Werkzeug und Rohr ist auf jeden Fall zu verzichten;
Weichglühen zum Aufmuffen des Rohrmaterials ist in Trinkwasser-Installationen nicht zulässig (DVGW-Arbeitsblatt GW 2). 

Für Weichlötverbindungen bei Muffen und einstufigen Reduzierungen müssen Lötspalt und Einstecktiefe festgelegten Werten entsprechen. Für Hartlötverbindungen ist nach GW 2 eine Einstecktiefe vom dreifachen der Rohrwandstärke, mindestens aber 5 mm einzuhalten. Die praktischen Erfahrungen haben gezeigt, dass Einstecktiefen von 7 bis 10 mm optimal sind. Näheres regelt das DVGW-Arbeitsblatt GW 2. 

In Gas-, Flüssiggas- und Ölinstallationen ist als Lötverbindung nur die Hartlötverbindung zulässig.
In Gasinstallationen sind T- und Schrägabgänge sowie Reduzierungen immer unter Verwendung von Kapillarlötfittings nach DIN EN 1254 auszuführen - handwerklich hergestellte Muffen-Verbindungen nach DVGW-Arbeitsblatt GW 2 sind zulässig! In Flüssiggas- und Ölinstallationen sind alle Lötverbindungen unter Verwendung von Kapillarlötfittings nach DIN EN 1254 auszuführen.

Regenwasserinstallationen und Systeme für Betriebs- und Kühlwässer sind bezüglich der Verbindungstechnik wie Trinkwasser-Installationen, Solaranlagen wie Heizungsinstallationen zu handhaben.

   

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