Pressen

Pressverbindungen können in Trinkwasser- und Heizungssystemen bis 110 °C und 16 bar sowie in Gasinstallationen eingesetzt werden. Für Gasinstallationen bis PN 5 sind Pressverbinder nach DVGW Prüfgrundlage VP 614 mit besonderer Kennzeichnung zu verwenden.

Für frei verlegte Außenleitungen ist die Pressverbindung bis zum Nenndruck PN 5 einsetzbar. Für Innenleitungen in Räumen, in denen sich Personen nicht nur vorübergehend aufhalten, müssen die Pressfittings für eine höhere thermische Belastbarkeit geeignet sein. Die Kennzeichnung des Fittings mit "GT/X" gibt Aufschluss darüber, bis zu welchem Nenndruck X (1, 4 oder 5 bar) dieser Fitting bei Innenleitungen verwendet werden darf.

Für den Einsatz in weiteren Anwendungen (z.B. Ölleitungen, Solar-, Druckluft-, Löschwasser- oder Sprinkleranlagen) sind die Herstellerangaben zu beachten. Bei der Verarbeitung der Pressfittings ist stets die Montageanweisung des jeweiligen Herstellers einzuhalten.

Im Wesentlichen gelten die folgenden Hinweise: Die Pressfittings sind vor der Nutzung auf den korrekten Sitz des Dichtelements zu überprüfen. Die Rohrenden dürfen keine Reste von Graten oder Verschmutzungen (z.B. durch Mörtel) aufweisen, damit beim Aufschieben des Pressfittings auf das Rohr keine Beschädigung des Dichtelements eintreten kann.
Das Verpressen hat gemäß der Montageanweisung des Herstellers zu erfolgen. Weiterhin ist es erforderlich, die Einstecktiefe des Fittings z.B. mit einem Stift am Rohr zu markieren. Durch die Markierung am Rohr ist eine optische Kontrolle der Einstecktiefe vor der Verpressung möglich. Stützhülsen müssen - auch bei weichen Rohren - nicht verwendet werden.

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