Schweißen

Bei Trinkwasser- und Gasinstallationen ist für das Schweißen von Kupferrohren eine Rohrwandungsdicke von mindestens 1,5 mm gefordert. Das Schweißen von Gasleitungen und Leitungen in abnahmepflichtigen Anlagen ist durch einen geprüften Schweißer (Schweißprüfung nach EN ISO 9606-3) auszuführen.

Für Rohrabmessungen über 108 mm Außendurchmesser werden keine Kapillarlötfittings mehr angeboten. Rohre dieser Abmessungen weisen daher auch nicht mehr die für die Bildung eines Kapillarlötspaltes erforderlichen engen Maßtoleranzen des Außendurchmessers auf. Sie werden daher vorzugsweise durch Schweißen miteinander verbunden.

Bei der Schweißverbindung ist der Stumpfstoß als Nahtform zu wählen. Wird die Durchmesseranpassung bei erforderlichen Reduzierungen durch einseitiges Einziehen des Rohres ausgeführt, so sollte bei waagerecht verlegten Leitungen die Einziehung in der unteren Rohrhälfte angeordnet werden, da andernfalls die Möglichkeit besteht, dass sich im Bereich der Einziehung Luftblasen bilden. T- und Schrägabgänge sind durch Aushalsen herzustellen. An die Aushalsung - deren Durchmesser auf das abzweigende Rohr abzustimmen ist - ist das abzweigende Rohr mit Stumpfstoß anzuschweißen.

Für das Schweißen von Kupferrohren kommen im wesentlichen das WIG-Schweißen (Wolfram-Inertgasschweißen) - MIG-Schweißen (Metall-Inertgasschweißen) - Gasschmelzschweißen mit Sauerstoff/ Acetylenflamme in Frage. Schweißzusatzwerkstoffe sind im Abschnitt Lote, Flussmittel und Schweißzusätze aufgeführt.

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