Blocklegierungshersteller weiter unter Druck

Deutschlands mittelständische Hersteller von Blockmetallen aus Kupferlegierungen sind echte Recyclingprofis. Sie schmelzen Schrotte ein und gießen daraus Metallblöcke als Vorprodukte für die weiterverarbeitende Kupferindustrie. Damit bilden sie einen wichtigen Teil der industriellen Wertschöpfungs- und Recyclingkette für Kupfer in ganz Europa.

Unsere aktuelle Septemberumfrage zeigt: Die Lage bleibt angespannt, auch wenn sie etwas besser eingeschätzt wird als noch im Frühjahr. 75 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als saisonüblich oder schwierig, 17 Prozent als gut oder sehr gut und 8 Prozent als schlecht. Auch die Erwartungen haben sich leicht verbessert. Für die kommenden sechs Monate erwarten alle Befragten eine weitgehend unveränderte Geschäftslage.

Besonders auffällig sind die Gründe für Produktionseinschränkungen. 83 Prozent der Unternehmen berichten inzwischen von Personalmangel, 67 Prozent von Materialknappheit. Auftragsmangel nennt jedes Zweite. Jeweils 17 Prozent sehen Kapazitätsengpässe beziehungsweise übermäßige Regulierung als Belastung.

Mit Blick auf die wachsende strategische Bedeutung von Kupfer ist das ein Alarmsignal. Elektrifizierung, Energiewende und Digitalisierung erhöhen den Bedarf an Kupfer und seinen Legierungen. Umso wichtiger sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, damit Recycling, Verarbeitung und industrielle Wertschöpfung dieses Schlüsselrohstoffs auch künftig in Deutschland stattfinden können.

Quelle: Eigene Erhebung und Auswertung, Kupferverband e. V. (Oliver Eisenberg)

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