Keine wirtschaftliche Entwarnung: Kupferindustrie verharrt auf niedrigem Niveau

In der Industrie bleibt die Lage angespannt. Das zeigt auch die aktuelle Entwicklung in der deutschen Industrie zur Verarbeitung von Kupfer zu Draht, Blechen, Bändern, Folien, Stangen, Profilen, Rohren und Pulver. So verharrte die Produktion im ersten Quartal 2026 mit insgesamt 376.000 Tonnen annähernd auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals (minus 0,3 Prozent).

Zwar stieg die Produktion von Draht als mengenmäßig größter Bereich um 3,1 Prozent auf 192.000 Tonnen. Gleichzeitig sank die Fertigung von Blechen, Bändern, Folien sowie Stangen und Profilen um 3,9 Prozent auf 148.000 Tonnen. Auch bei Rohren mit minus 1,7 Prozent und Kupferpulver mit minus 2,7 Prozent ging die Produktion zurück.

Diese Entwicklung steht in deutlichem Kontrast zur wachsenden strategischen Bedeutung von Kupfer. Kaum ein anderer Werkstoff ist für Elektrifizierung, Energiewende und Digitalisierung so unverzichtbar. Umso wichtiger ist es, die industrielle Verarbeitung dieses strategischen Werkstoffs in Deutschland zu erhalten und zu stärken. Unternehmen investieren und produzieren dort, wo Energie bezahlbar, Regulierung verlässlich und industrielle Wertschöpfung politisch ermöglicht wird.

 

Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden und eigene Berechnungen (Oliver Eisenberg).

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